Neuer Förderschulschwerpunkt ESE an Pestalozzischule Meppen – Kreisweit einziges öffentliches Angebot

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Schulleiterin Victoria Müller (2.v.l.) präsentierte Jan Heinemann, Helmut Knurbein und Martin Gerenkamp den neuen Spielplatz. (Landkreis Emsland)

Schon vor Einrichtung lagen Anmeldungen vor Meppen. Zum Beginn des aktuellen Schuljahrs ist die Förderschule mit dem Schwerpunkt „Emotionale und Soziale Entwicklung“ (ESE) am Standort der Pestalozzischule in Meppen neu eingerichtet worden. Die bereits bestehende Förderschule „Lernen“ wurde dementsprechend erweitert. Zugleich ging die Trägerschaft in enger Abstimmung von der Stadt Meppen auf den Landkreis Emsland über. Aus diesem Anlass besuchte Erster Kreisrat Martin Gerenkamp gemeinsam mit Meppens Bürgermeister Helmut Knurbein und Jan Heinemann von der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Außenstelle Meppen, die Einrichtung. Die kommissarische Schulleiterin Victoria Müller nahm sie dort in Empfang.  

 

Die Pestalozzischule Meppen ist damit aktuell die einzige öffentliche Schule mit dem Förderschwerpunkt ESE im Landkreis Emsland. Grund für die Einrichtung der Förderschule ESE war der erkennbare Bedarf: Schon bevor das Förderschulangebot eingerichtet wurde, lagen bereits sechs Anmeldungen vor. „Viele Schülerinnen und Schüler, die als Inklusionsschüler eine allgemeinbildende Schule besuchen, haben einen umfassenden sozialpädagogischen Unterstützungsbedarf“, sagt Burgdorf. Vor allem Förderschulen seien qualifiziert, diese besondere Unterstützung im erforderlichen Umfang zu leisten. Bislang hätten Schülerinnen und Schüler mit entsprechendem Förderbedarf vor allem aus dem mittleren Einzugsgebiet des Landkreises Emsland die privaten Förderschulen Pater-Petto-Schule in Surwold sowie die Eylardus-Schule in Bad Bentheim und Gildehaus besucht. In der Folge hatte sich die Schülerbeförderung zunehmend personal- und kostenintensiv entwickelt. Parallel dazu war auch eine starke Zunahme von Schulbegleitungen festzustellen. Mit Einrichtung der ESE am Standort in Meppen können diese weiten Schulwege für die Schülerinnen und Schüler mit diesem Förderbedarf aus dem mittleren Kreisgebiet verringert werden.

 

In Gesprächen mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde wurde die Problemlage erörtert und konnte dort ausdrücklich nachvollzogen werden. Eine Kombination von Förderschwerpunkten, beispielsweise in Form der Genehmigung des Förderschwerpunktes ESE an einer bestehenden, aber nach dem Landesschulgesetzt auslaufenden Förderschule Lernen, wurde als Möglichkeit genannt und brachte die Situation einer Lösung näher. Der Förderschulzweig Lernen in Meppen läuft 2028 aus.

 

„Mit der Einrichtung der Förderschule Emotionale und Soziale Entwicklung am Standort Meppen entspannt sich der Sachverhalt. Zudem bieten wir Eltern und Schülern die sonderpädagogische Unterstützung, die sie sich wünschen und geben ihnen eine Wahl“, betont Burgdorf.

 

Das neue Förderschulangebot ESE startete in diesem Schuljahr mit einem Primarbereich und einer Klasse 1. Zudem ist zunächst eine Einzügigkeit festgelegt worden. Aktuell besuchen 57 Schülerinnen und Schüler die Pestalozzischule.

 

Im Gebäude der Schule sind dafür ausreichend Klassenräume und Fachräume vorhanden. Die Stadt Meppen hat einen so genannten Differenzierungsraum hergestellt, in dem durch bauliche Veränderungen eine bessere Förderung individueller Begabungen, Fähigkeiten und Neigungen von Schülern oder Schülergruppen innerhalb einer Schule oder Klasse ermöglicht werden soll. Darüber hinaus wurde ein zweiter Pausenhof für die Schülerschaft des Schwerpunkts ESE eingerichtet.

 

Die Versorgung mit sonderpädagogischen Lehrkräften sowie weiteren pädagogischen Kräften stellt das Land sicher.

 

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